Am 16.02.2026 ereignete sich vormittags am Iseler oberhalb des Skigebietes Oberjoch in den Allgäuer Alpen ein tragischer Bergunfall mit tödlichem Ausgang. Eine Person löste eine Lawine, vermutlich nach einem Absturz über eine Felswand aus, wurde von ihr mitgerissen und kam auf dem Lawinenkegel zum Liegen. Sie konnte selbst den Notruf absetzen, bevor sie geborgen wurde und im Krankenhaus verstarb. Genaueres zum Unfallhergang sowie die Todesursache sind nicht bekannt. Es wird vermutet, dass die meisten Verletzungen durch den Absturz entstanden. Der Anrissbereich der Schneebrettlawine liegt auf 1750 m im nordseitigen Steilgelände.
Lawinenlage in den Allgäuer Alpen
In den Allgäuer Alpen herrschte am 16.02.2026 oberhalb von 1600 m eine erhebliche Lawinengefahr – Gefahrenstufe 3 , unterhalb davon eine mäßige Lawinengefahr – Gefahrenstufe 2. Das ausgegebene Hauptproblem war Triebschnee, das sekundäre Lawinenproblem Altschnee.
Im Allgäu fielen in der Nacht vom 14.02. auf den 15.02.26 ca. 10-15 Zentimeter lockerer Neuschnee. Dieser hat sich ohne viel Windeinfluss ablagern können. Die Oberflächentemperatur der Schneedecke sank am Sonntagnachmittag und die Bedingungen für Oberflächenreifbildung, bzw. die Bildung von kantigen Kristallen in Schattseiten waren günstig. Auf den 16.02.26 schneite es in der zweiten Nachthälfte erneut ca. 15 Zentimeter, diesmal jedoch begleitet von stürmischem Wind aus westlichen Richtungen. Der Schnee wurde verfrachtet und konnte sich auf dem kalten, lockeren Schnee vom Wochenende ablagern. Die Triebschneeansammlungen sind daher sehr störanfällig.



Was bei der aktuellen Lawinenlage zu beachten ist
Mit weiteren Niederschlägen und Wind bleibt die Lawinenlage in den bayerischen Alpen in dieser Woche angespannt mit teilweise großer Lawinengefahr. Zurückhaltung, defensives Verhalten und eine sorgfältige Beurteilung der Lawinenlage vor Ort sind unumgänglich.


