Schneemangel im Februar? – eine erste Bilanz

Person bei Lawinenabgang mitgerissen und verletzt

Gestern, am 09.01.2024, ereignete sich ein Lawinenabgang mit Personenbeteiligung in den Ammergauer Alpen. Eine Person löste auf rund 1800 m ü. NN bei der Querung in eine extrem steile Rinne ein kleines Schneebrett aus. Sie wurde rund 200 Höhenmeter von der Lawine mitgerissen, aber nicht verschüttet. Dabei stürzte sie über einen 5 m hohen Felsabsatz und verletzte sich mittelschwer. Der Hang ist nördlich exponiert und hat im Anrissbereich eine Geländeneigung von über 40°. Das gebundene Schneebrett mit einer variablen Mächtigkeit von 10 bis 30 cm hat sich auf einem Schmelzharschdeckel gelöst, der aus Schmelzformen und feinen Eislamellen (1 mm Dicke) besteht. Bei einem Extended Column Test (ECT) im Bereich der Anrisskante konnte beim Aussägen ein Teilbruch in 30 cm Tiefe erzeugt werden.

Abbildung 1: Schneedeckentest (ECTpp0@30) im Bereich der Lawinenanrisskante.

Hier geht es zum aktuellen Lawinenlagebericht

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